Streustrahlung im Cath-Lab

Streustrahlung. Schütze dich selbst.

23. September 2021

Streustrahlung. Schütze dich selbst.

Bei einem Eingriff im Katheterlabor wird die Strahlung vom Körper des Patienten abgelenkt und auf alle Teile des Raumes verteilt. Diese Streustrahlung ist nicht nur mit Hautschäden und Augenverletzungen verbunden, sondern es wurde auch gezeigt, dass niedrig dosierte Strahlung die Zahl der zirkulierenden Lymphozyten und Chromosomenanomalien erhöht, was das Risiko erhöht, an Krebs zu erkranken.

Das erhöhte Risiko hat zur Anwendung von Strahlenschutzkleidung, -techniken und -ausrüstung in Krankenhäusern geführt. Obwohl das Personal des Katheterlabors routinemäßig Röntgenschutzkleidung trägt, ist die Inzidenz strahlenbedingter Erkrankungen beim Personal des Katheterlabors statistisch höher als beim restlichen medizinischen Personal (1). Durch das Anlegen von Strahlenschutz-Einwegtüchern über den Patienten kann die Menge an Streustrahlung, die das medizinische Fachpersonal erreicht, drastisch reduziert werden.

Die Intensität der Streustrahlung
Die beruflichen Strahlenexpositionen bei kardiovaskulären Durchleuchtungsverfahren sind die höchsten registrierten Dosen von medizinischem Personal, das Röntgenstrahlen verwendet. Interventionelle Kardiologen und Elektrophysiologen haben eine zwei- bis dreimal höhere jährliche Exposition als Radiologen. Dies liegt daran, dass sie näher an der radiologischen Quelle und am Patienten sind (Streustrahlung). (1,2)

Trotz des Einsatzes von Strahlenschutz sind die behandelnden Kardiologen und das patientennahe Hilfspersonal in einer 30-jährigen Berufstätigkeit nachweislich einer Strahlenbelastung von mehr als 2.500 – 10.000 Röntgen-Thoraxaufnahmen ausgesetzt (1).
Andere Untersuchungen zeigen, dass Hals und Kopf von Kardiologen Strahlendosen von 20 bis 30 mSv pro Jahr erhalten. Durch die Vorzugslage erhält die linke Kopfseite mehr Strahlung als die rechte, was sich auch in einer erhöhten Anzahl von Malignomen auf dieser Kopfseite widerspiegelt (3).

Gesundheitsrisiken
Im Vergleich zu medizinischen Fachkräften, die keiner Strahlung ausgesetzt waren, hatten Mitarbeiter von Katheterlabors (einschließlich Ärzten, Krankenschwestern und Technikern), die durchschnittlich 10 Jahre lang einer Strahlung ausgesetzt waren:

-          2,8-mal höheres Risiko für Hautverletzungen
-          7,1-fach höhere Wahrscheinlichkeit für orthopädische Probleme (Rücken/Nacken/Knie)
-          6,3-mal höheres Risiko für Katarakte

Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit, Katarakte zu entwickeln, bei Fachkräften mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung im Katheterlabor etwa 10-mal und nach Berücksichtigung anderer Faktoren wie Alter und Raucherstatus mehr als achtmal wahrscheinlicher, an Krebs zu erkranken. Darüber hinaus ist die Prävalenz von Hypertonie und Hypercholesterinämie signifikant höher. (1)

Schließlich wurde in der Studie von Andreassi et al. eine neue Erkenntnis gewonnen: Angst und Depression traten bei 12 % der Exponierten auf, verglichen mit 2 % der Kontrollpersonen. Die Autoren vermuten, dass dies eine Strahlenwirkung der Strahlung auf den ungeschützten Kopf des Arztes sein könnte. Chronische niedrige Dosen ionisierender Strahlung können die hippocampale Neurogenese und die neuronale Plastizität beeinträchtigen. (1)

Konventionelle Schutzmaßnahmen
Zu den Standardmethoden zum Schutz des Personals von Katheterlabors vor Strahlenbelastung gehören Strahlenschutzkleidung und Techniken wie Blei- oder Verbundschutzschilder, in einigen Fällen ergänzt durch tragbare Strahlenschutzschilder.

Strahlenschutz der Streupanzerung
Streustrahlung entsteht, weil der direkte Strahl auf Objekte, wie den Körper des Patienten, trifft und schädliche Sekundärstrahlung in alle Richtungen reflektiert. Eine Methode, um die Exposition des medizinischen Personals gegenüber dieser gefährlichen Streustrahlung zu verringern, besteht darin, Streuschutzschilde zu implementieren. Diese Abdecktücher werden auf den Körper des Patienten gelegt und so positioniert, dass sie bei allen Verfahren im Katheterlabor der Streustrahlung entgegenwirken. Es gibt verschiedene Tücher, die für unterschiedliche Verfahren geeignet sind. Bleifrei, steril und Einweg.

Bleifrei? Jawohl! Obwohl Blei seit vielen Jahren der Standard ist, sind das Gewicht und die Umwelteigenschaften von Abschirmungen auf Bleibasis unerwünscht, und es wurden andere Alternativen untersucht. Die KIARMOR Doppelschicht bietet die perfekte Lösung. KIARMOR besteht aus den Elementen Wismut und Antimon, die zu einer komprimierten Doppelschicht verbunden sind. Diese innovative Technologie bietet nicht nur eine leichtere und umweltfreundlichere Alternative, sondern ist auch effektiver gegen Streustrahlung als der gleiche bleibasierte Schutz.

Unser KIARMOR von Infab ist bleifrei und erfüllt mit seinen Abschirmeigenschaften die Anforderungen der drei internationalen Normen (ASTM F2547-18, IEC 61331-1:2014 und DIN 68571-1) zum Strahlenschutz. Darüber hinaus verfügt jedes Streuschild über KIARMOR im Kern, was diese Schilde zur effektivsten Option zur Reduzierung der Streustrahlungsbelastung im Katheterlabor macht.

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Verweise.
1. Andreassi MG, et al., Arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken bei Labormitarbeitern für Herzkatheteruntersuchungen. Herz-Kreislauf-Interv. 2016 April;9(4).
2. Picano E., et al., The Radiation Issue in Cardiology: Die Zeit zum Handeln ist jetzt. Herz-Kreislauf-Ultraschall 2011 21. November, 9:35 Uhr.
3. Roguin A, e

Dokumentation                                                                           

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